Unser Treppenhaus mit tollen neuen Bildern und Spruechen
Da sind wir mal wieder, nach fast nur 3 Wochen. Sind leider nie ins Internet gekommen, da wir schwer beschaeftigte Workaholics sind J. Uns gehts aber immer noch gut, auch wenn hier viel Stress ist. Wir haben fuer alles und jeden tausend Plaene aufgestellt, da es vor uns wegen dem Managerwechsels nicht wirklich Regeln und einen geplanten Tagesablauf gab. Dem haben wir als die alles planenden aber schnell abgeholfen.
Neben diesem oben beschriebenen Zeug, dass eigentlich nicht zu unserer Aufgabe als Sozialarbeiter gehoert, dachten wir wir erzaehlen euch auch einmal ein bissel was darueber. Unsere Arbeit:
--> Teilnahme an dem Wochenprogramm (Fitnessraum, schwimmen gehen, Meetings mit allen Jungs und dem Manager, in die Jugendarrestanstalt gehen, hoffentlich Videoabende und woechentliche Outings die wir gemeinsam mit Tocca - by the way der relexeste, verplanteste und unpuenktlichste Mensch den wir kennen und der gestern unseren Schluessel im Buero eingeschlossen hat und wir somit weder in dieses noch in unser eigenes Zimmer kamen bis Nachts um 11 der Manager kommen musste um uns den Zweitschluessel zu bringen)
--> Einwoechige Einzelgespraeche mit unseren jeweils 4 Klienten in denen wir ueber ihre Probleme, Erlebnisse und momentanen Ziele reden sowie was die letzte Woche ueber gut und schlecht gelaufen ist und was sie besser machen koennen.Ausserdem fangen wir in dem Rahmen auch bald an, ueber ihre Lebensgeschichte, ihre Zeit auf der Strasse und ihre familiaere Situation zu sprechen. All dies wird fuer ihre Akte schriftlich von uns zusammengefasst.
--> 1mal die Woche fuer ca. 2 Stunden Life Skills Training mit unseren Jungs, das bedeutet wir haben in Eigenarbeit ein dreimonatiges Unterrichtsprogramm ausgearbeitet, dass wir auch selbst ausfuehren und schriftlich nachbereiten. Es geht in erster Linie um die Vermittlung von Alltagsfaehigkeiten, Information ueber wichtige Themen und ueber sich selbst sowie Gruppenarbeit zu lernen. Wir bringen viel von unsere Kunsttherapie und AWO Spielen ein, ohne die wir wohl ziemlich aufgeschmissen waeren, da unsere FH es fuer wichtiger haelt, dass wir Spiritualitaet oder Konstruktivismus theoretisch definieren koennen oder unseren hilfesuchenden Klienten erklaeren koennen wie die soziale Arbeit entstanden ist.
--> 1mal die Woche machen wir jetzt auch eine JOb Lesson, da viele von ihnen einfach noch keinen Job haben und sich sonst nicht wirklich darum kuemmert. Hier ueben wir mit ihnen Vorstellungsgespraechen, schreiben Lebenslaeufe und Bewerbungsbriefe....
--> Abends duerfen wir dann auch noch schoen schriftlich festhalten wie sich unseren lieben Jungs den ganzen Tag ueber so verhalten und ob etwas bestimmtes vorgefallen ist. Ausserdem fuellen wir eine nette Grafik aus auf dem wir ihre Haltung, ihre Benehmen, ihre Pflichterfuellung, Teilnahme und ihr Teamwork mit lustigen bunten Punkten bewerten und einen weiteren Plan wer gekocht hat und wie und wo sie denn heute geputzt haben. Sehr spannend die ganze Sache, besonders wenn man es dann noch mit ihnen ausdiskutieren darf. Da wir ja rund um die Uhr da sind koennt ihr euch vorstellen wann wir diese Plaene ausfuellen um den Tag zu reflektieren. Richtig! Dann wenn wir erfolgreich waren all unseren kleinen suessen Kinderchen ins Bett zu bringen und unser abendliches Meeting mit dem Mentor beendet haben, damit wir auch alle auf dem gleichen Stand sind, also so nach 22.30 Uhr
Dazwischen kommen dann natuerlich auch noch auserplanmaessige Ereignisse wie zum Beispiel, dass Toca uns mitteilt dass er keine Zeit hat uns vom Gym abzuholen nachdem wir die Zeit dort totgeschlagen und mit lustigen Spielen gefuellt haben um auf ihn zu warten. Als wir dann nach Hause laufen wollten hat uns dann aber ein netter Mensch in seinem Auto mitgenommen, alle 9!!! Leute in 1!!! Auto. Oder wir gehen mal kurzfrisig auf eine Fortbildung (ueber Drogen, das war aber sogar mal etwas sinnvolles) oder wir holen alle gemeinsam die Community Maedchen von einem Outing ab, wobei eigentlich ein Hauscleaning geplant war. ......
Ausserdem haben wir zwischendurch als unsere Jungs auf einem Camp waren noch das halbe Haus abgerissen und leergeraeumt, um danach wegen Zeitmangels fast alles wieder an den selben Platz zu stellen. Zumindest haben wir wegen der nun fehlenden Wand etwas mehr Licht und ein paar neue schoene Schilder an der Wand sowie ein paar mit Bleistift vorgezeichnete Buecherregallinien. Die Regale aber haben wir um Mitternacht als wir endlich ins Bett wollten wieder zurueck in die Garage geraeumt und da sind sie jetzt natuerlich immer noch die now now aber mit Sicherheit noch hingemacht werden.
(Bedeutung now now laut dem Touristenfuehrer und unserer Erfahrung mit Toca: in naehere Zukunft, aber sicher nicht augenplicklich, vielleicht auch nie).
Leider haben wir davon keine Fotos, da auch unsere Kamera kurzfristig den Geist aufgegeben hat und die suedafrikanischen Batterien nicht mochte. Nun zu den angekuendigte Nachtraegen von letzten Mal:
Den seltsamen Vorgaengen in unserem Zimmer und den Tieren die uns und unsere Kleider aufessen, dem Dominotounier, dass wir zum erstaunen aller als einzigste Maedels gewonnen haben und der abendlichen, spontanen Fotosession im Hausgang vor dem Schlafengehen.
Unsere Life Skills Sachen




Das ist ein Gebet auf Xhosa, das wir immer vor dem Essen sprechen und wir koennen es mitlerweile auch schon auswendig, toll, gell!!
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